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Atemwegserkrankungen und Inhalationssysteme

  

Chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen haben in den letzten Jahren auch in Deutschland stark zugenommen. Etwa acht bis zehn Prozent der Kinder haben Asthmasymptome, wobei viele allerdings noch gar nicht als Asthmatiker diagnostiziert sind. Bei Erwachsenen überwiegen die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem; auch hier ist eine stetige Zunahme der Betroffenen deutlich erkennbar.

 

Medikamente zur Behandlung von chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen werden in der Regel inhalativ verabreicht, d.h. sie werden von den Patienten eingeatmet. Dadurch gelangt der Wirkstoff direkt und mit durchweg vernachlässigbaren systemischen Nebenwirkungen in die Bronchien. Zur inhalativen Anwendung der Medikamente kommen seit vielen Jahren Dosieraerosole, Pulverinhalatoren und Vernebler zum Einsatz.

 

Die Erfahrungen in der Vergangenheit mit den verschiedenen Inhalatoren haben zur Formulierung eines allgemeinen Anforderungsprofils geführt. Ein ideales Inhalationssystem hat nach Meinung von Dr. Wolfgang Schürmann, niedergelassener Pneumologe aus Marburg – wie er auf einer Pressekonferenz in Berlin darlegte – folgende Eigenschaften:

 

         Es erzeugt eine größtmögliche Menge an Medikamententeilchen, die sich in den Bronchien niederschlagen,

         Es ist unabhängig von der Stärke des Atemflusses bei der Einatmung,

         Teilchengröße und -menge und sind unabhängig von der Luftfeuchtigkeit,

         Atemzugauslösung zur verbesserten Koordination zwischen Wirkstofffreisetzung und Inhalation,

         Inhalationskontrolle/Signal an den Patienten, dass die Inhalation korrekt erfolgt ist,

         geringe Deposition des Wirkstoffs im oberen Atemwegstrakt,

         hohe Deposition des Wirkstoffs im unteren Atemwegstrakt.

 

Darüber hinaus sollte ein modernes Inhalationssystem robust und transportabel, für alle Wirkstoffe, die bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen eingesetzt werden (kurz und lang wirksame bronchialerweiternde Wirkstoffe sowie antientzündlich wirkendes Cortison), verfügbar sein und ein Zählwerk zur Kontrolle der noch verbleibenden Anzahl der Inhalationen besitzen.  

 

Die genannten Anforderungen an ein modernes Inhalationssystem werden sehr weitgehend von dem Novolizer®, der von der Firma VIATRIS entwickelt wurde, erfüllt. Der Novolizer®, der seit kurzem in Deutschland auch für die Inhalation eines langwirksamen bronchialerweiternden Wirkstoffs (Formoterol) zur Verfügung steht, ist einfach zu bedienen und wiederbefüllbar.  

Er gewährleistet zudem eine große Sicherheit hinsichtlich der Richtigkeit der Inhalation. Die „eingebauten“ Kontrollmechanismen bewirken, dass die Patienten sehen, hören und schmecken können, ob sie richtig inhaliert haben.

 

Autor:

Dr. Helmut Berck, Mainz

ERSCHIENEN IN DER „LUFTPOST“ AUSGABE FRÜHJAHR 2005

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 19. Mai 2010 um 03:04 Uhr
 

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